„Das bringt nichts.“ ... „Die Dinger stören mich.“ ... „Das sieht nicht schön aus.“ ... „So etwas macht die Landschaft kaputt.“ ... „Wir sind für saubere Energie, aber bitte nicht in unserer Nähe!“ ... „Das ist zu laut.“ ... „Damit kann man das Energieproblem nicht lösen.“
Solche und ähnliche Meinungen hört man bei uns in Deutschland sehr oft. Manche kann man schon verstehen. Bis zu 150 Meter hohe Türme und riesige Rotorblätter – daran muss man sich wirklich erst gewöhnen.
Dabei liegt die letzte große Zeit der Windkraftnutzung erst 150 Jahre zurück. Mitte des 19. Jahrhunderts drehten sich 200.000 Windmühlen in Europa, 30.000 davon allein in Norddeutschland! Aber dann kam die Dampfmaschine und machte die Menschen unabhängig vom Wind. Die Zeit der Kohle und des Erdöls begann. Mit schlimmen Folgen für Klima und Umwelt, wie wir inzwischen wissen.
Atomkraftwerke schienen da zunächst eine Lösung, „sauberen“ Strom zu produzieren. Doch spätestens seit Fukushima ist klar: Auch diese Art der Energiegewinnung ist für die Menschen und die Umwelt sehr riskant. Deshalb wenden wir uns heute wieder stärker den sauberen und natürlichen Energiequellen Sonne, Wasser und Wind zu. Im Jahr 2011 gibt es in Deutschland mehr als 21.000 moderne Windkraftanlagen, die mehr als 27.000 Megawattstunden Strom erzeugen. Das sind zwar nur etwa 9 % des Stromverbrauchs in unserem Land, aber immerhin fast 20 % der weltweit erzeugten Energie aus Windkraft. Damit liegt Deutschland bei dieser Technologie an dritter Stelle, knapp hinter den USA und China.
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