An den Strauß hängte der Verliebte ein kleines Kärtchen, auf dessen Rückseite er seinen Namen schrieb. Um diese sogenannten "Johannes-Kärtchen" gab es unter den Mädchen damals einen richtigen Wettbewerb. Wer die meisten Kärtchen bekam, war die begehrteste junge Frau am Ort.
Ab Mitte des 20. Jahrhunderts setzte sich dann aber der amerikanische "Valentinstag" immer mehr durch und verdrängte den "Johannes-Tag" schließlich ganz. Seit einigen Jahren versuchen Wiener Blumenhändler, den alten Brauch wieder zu beleben, bis jetzt jedoch mit wenig Erfolg. Aber wer weiß, vielleicht kommt der "Johann-Strauß" ja eines Tages wieder in Mode?