Sprachen überwinden Grenzen
Die unendliche Geschichte
©Thienemann Verlag
1979 erscheint der Jugendroman "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende

Man liest ein Buch und schon nach ein paar Zeilen ist man mittendrin. Man kann nicht mehr aufhören, man muss alles wissen, man liest Seite um Seite, bis man endlich beim letzten Satz ankommt. Kennen Sie dieses Gefühl? Na, dann können Sie auch Bastian Balthasar Bux verstehen, die Hauptfigur in Michael Endes Erzählung "Die unendliche Geschichte".

Der zehn- oder elfjährige Junge findet ein Buch mit dem Titel: "Die unendliche Geschichte". Darin liest er von einer "Kindlichen Kaiserin" und ihrem Land "Phantásien", das immer kleiner wird, weil die Menschen immer weniger Fantasie haben. Damit Phantásien nicht ganz verschwindet, muss ganz schnell jemand dort hin gehen und der "Kindlichen Kaiserin" einen neuen Namen geben. Aber wer könnte das sein?

Bastian vielleicht!? Bastian ist doch kein Held! Er ist klein, er ist dick, er hat keine Freunde, dafür aber schlechte Noten in der Schule. Ist er vielleicht genau deshalb die richtige Person für eine Reise ins Land der Fantasie? "Die unendliche Geschichte" lässt dem Jungen keine Zeit zum Überlegen. Sie zieht ihn - und uns - sofort ins große Abenteuer. Auf mehr als 400 Seiten erfahren wir ... nein, halt, mehr wollen wir nicht verraten, denn Sie sollen das Buch ja unbedingt selbst lesen.

Die meisten von Ihnen können es sogar in ihrer Muttersprache kaufen. Es wurde inzwischen nämlich in mehr als 35 Sprachen übersetzt. Kein Wunder: "Die unendliche Geschichte" ist mehr als "nur" ein tolles, gut geschriebenes, spannendes Jugendbuch. Es ist ein Buch für alle, das viele wichtige Fragen stellt, über uns und unser Leben in einer immer fantasieloseren und kälteren Konsumwelt.

Seit 1979 wurde "Die unendliche Geschichte" weltweit fast 8 Millionen mal verkauft. Sie gewann viele wichtige Literaturpreise, kam als Spielfilm, als Zeichentrickfilm und als Hörspiel heraus. So wurde sie zu Michael Endes erfolgreichstem Buch und einem der beliebtesten deutschen Jugendbücher aller Zeiten.


Garubba
©Caio Garubba

Michael Ende wird 1929 als Sohn des Kunstmalers Edgar Ende im bayerischen Garmisch-Partenkirchen geboren. Den größten Teil seiner Kindheit und Jugend erlebt er in der Zeit des Nationalsozialismus. Er mag die Schule nicht und ist kein guter Schüler. Nach dem Zweiten Weltkrieg lernt er den Beruf des Schauspielers und beginnt Anfang der 50er-Jahre auch zu schreiben. Seinen ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er 1960 mit dem Buch "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer", für das er 1961 den Deutschen Kinderbuchpreis bekommt. Weitere große Erfolge sind "Momo" (1973) und "Die unendliche Geschichte" (1979). Michael Ende lebt viele Jahre in der Nähe von Rom und in München. Er stirbt 1995 in Stuttgart. Seine oben genannten Bücher gehören heute zu den Klassikern der deutschen Kinder- und Jugendliteratur.

(Autor: Franz Specht)

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Text zum Ausdrucken:
PDF 1979: Unbedingt selbst lesen! (PDF-Datei, 132 KB)

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