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Ich bin der Euro. Sie haben sicher schon mal von mir gehört. In zwölf Ländern der Europäischen Union bin ich das offizielle Zahlungsmittel. Seit dem 1. Januar 2002 zahlen mehr als 300 Millionen Menschen ihre kleinen und großen Rechnungen mit mir. Sie sehen: ich bin nicht ganz unwichtig.
Bitte, was sagen Sie? Ich bin noch sehr jung? Das stimmt. Aber so jung, wie Sie glauben, bin ich nun auch wieder nicht. Die Idee einer gemeinsamen europäischen Währung wurde nämlich schon 1970 geboren. "Europäische Wirtschafts- und Währungsunion", so hat man das Projekt damals genannt. In nur zehn Jahren wollte man das neue Geld haben. Aber Sie wissen ja: Europa! Die Bürokratie! Das dauert!
Ob mich die Leute mögen? Na ja, ich gebe zu, am Anfang war ich nicht besonders beliebt, vor allem bei den Deutschen. "Wir wollen keinen weichen Euro, wir wollen lieber unsere harte Deutsche Mark!", haben sie gesagt. Viele hatten Angst vor steigenden Preisen und waren sicher: "Der Euro wird ein 'Teuro'!"
Inzwischen finden die meisten Menschen die gemeinsame Währung aber stabil und praktisch und freuen sich über ihre Vorteile. Bei Reisen im "Euroland" muss man kein Geld mehr wechseln und kann die Preise viel besser vergleichen als früher. Natürlich gibt es immer noch Leute, die alle Preise in die alte Währung umrechnen. Aber ich denke, die Mehrheit hat sich an mich gewöhnt.
Wie viel ich wert bin? Ach, du liebe Zeit! Reden wir doch lieber über was Anderes. Wissen Sie, beim Geld ist es wie beim Wetter: wie es auch ist, immer ist es falsch. Bin ich mehr wert als der US-Dollar, schimpfen die einen: "Hach! Das ist aber nicht gut für unsere Exporte!". Koste ich weniger, sagen die anderen: "Oje! Das macht unsere Importe so teuer, vor allem das Erdöl!" Können Sie mir vielleicht sagen, was ich da machen soll?
Tja, nun haben Sie mich und meine acht Münzen und sieben Scheine kennengelernt. Vielleicht begegnen wir uns ja mal wieder? Übrigens: wenn Sie mehr über die Geschichte des Geldes in Deutschland wissen möchten, können Sie hier weiterklicken: Geld, Geld, Geld. Also dann: Tschüs! Es war nett, mit Ihnen zu reden. (Autor: Franz Specht)
Wichtige Ereignisse 2002:
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