Grammatikunterricht

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Sprachliche Normen

Grammatikunterricht ist die mehr oder weniger ausführliche kognitive und reflektive Betrachtung sprachlicher Erscheinungen im erst- oder muttersprachlichen aber durchaus auch auf fortgeschrittenen Stufen im zweit- oder fremdsprachlichen Unterricht. Im Zentrum dieses Unterrichts steht Wissen um Normen und Regularitäten der Grammatik einer Sprache, die meist losgelöst vom Ganzen der Sprache betrachtet werden.

Ziele sind Sprachanalyse und Sprachkritik sowie die Entwicklung normgerechter individueller Sprachnutzung.

Sprachliche Handlungsfähigkeit

Für den Zweit-/Fremdsprachenunterricht steht dagegen (zumindest auf den unteren Stufen des Spracherwerbs) der Erwerb sprachlicher Handlungsfähigkeit im Zentrum des Unterrichts. Die dafür notwendigen sprachlichen Mittel (Grammatik und Lexik) sind in situativen, intentionalen und handlungsbezogenen Zusammenhängen zu vermitteln.

Die Wahl des Grammatikmodells, das zu Grunde gelegt wird, muss sich danach richten, ob es der jeweiligen Lerngruppe bei der Erreichung der Lernziele nützt.

Sinnvoller ist es deshalb, für den Fremd-/Zweitsprachenunterricht nicht von Grammatikunterricht zu sprechen, sondern von Grammatikvermittlung.

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