Textarbeit
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Textarbeit ist jede intensive mündliche oder schriftliche Beschäftigung mit Texten, ihren Inhalten und dem darin enthaltenen Sprachmaterial.
Ziele der Textarbeit zeigt die folgende schematische Darstellung, Schwerpunktsetzung im Unterricht ist auf Grund externer/interner Anforderungen möglich.
Inhaltsverzeichnis |
Text – Grundlage für
| Spracherwerb | Information | Sprachverwendung |
| Entwicklung/Erweiterung von Sprachwissen Lexik, Grammatik Funktionen (Register, Konnektion, Kohärenz etc. Idiomatik/Praseologie etc.) |
Vermittlung; Verstehen von soziokulturellen, fachspezifischen Inhalten Segmentieren/Analysieren Aufbau etc. Entnahme/Verwendung |
Modell für Verbindung von Inhalt/ Form (Versprachlichung von Gedanken / Absichten, adäquate Textsorte/n, Textkohärenz, Bedeutungszusammenhang) mdl./schrftl. Produktion |
Textarbeit kann in unterschiedlicher Weise vor sich gehen, z.B.
- lehrer- oder lernergesteuert (d.h. dann selbstständig),
- hörend (ohne Textvorlage) oder hörend und mitlesend,
- lesend,
- medienbegleitet oder -gestützt oder
- spielend/dramatisierend.
Reihenfolge und Nachvollzug der einzelnen Schritte der folgenden schematischen Darstellung sind nicht bindend. Als Sozialformen bieten sich Einzel-/Partner-/Gruppen-/Plenumsarbeit an.
Spracherwerb
| Lexik | Grammatik |
| Schlüsselwörter Kontextbezug herstellen und ergänzen Wortfelder/unbekannte Lexeme klären (Kontext, bekannte Lexeme) Gruppierung nach Absätzen/Abschnitten maximal 10 Lexeme/Einheit (lernpsycholog. Gründe) Übungen (Festigung, Wiederholung, Anwendung) |
Kurzwiederholung bereits bekannter Phänomene Ergänzung durch textspezielle Phänomene Auflösung komplexer Strukturen Strukturverkürzungen Verbindungsglieder Wortbildung Übungen unterschiedlicher Form |
Die Arbeit im Bereich der Information, d.h. des Inhalts kann nach dem nachfolgenden Schema verlaufen. Sozialformen können Plenums-/Partner- und Gruppenarbeit sein mit unterschiedlichen Arbeitsformen (etwa: Gespräch). Natürlich ist diese Arbeit nicht isoliert von der Beschäftigung mit den anderen Bereichen zu sehen, Überlagerungen ergeben sich ständig.
| INFORMATION | |
| Vorinformation (Gespräch) | |
| Vorwissen | Vermutungen |
| Hypothesenbildung ausgehend von Überschrift, Untertitel, Bild etc. (Notieren) | |
| Globale Informationsentnahme | |
| (Lesen, Segmentieren, Analysieren, Kennzeichnen, Notieren) | |
| Anwendung von Sprachwissen | |
| Hypothesenüberprüfung | |
| Identifikation von Schlüsselwörtern, -inhalten | |
| Detaillierte Informationsentnahme | |
| (Lesen, ergänzendes Kennzeichnen, Notieren, Zusammenfassen) | |
| Ergänzung bisher entnommener Informationen, Einbezug von Gesamtkontext, impliziter Bedeutungen, Mitgemeintem etc. | |
| Textverstehen | |
| Sprachwissen und Sachwissen sind die Grundlagen für die | |
| SPRACHVERWENDUNG | |
| mündlich/schriftlich | |
| textgebunden | durch | textunabhängig |
| Wiederholung Einsatz-/Ergänzungsaufgaben Rekonstruktionen mit/ohne Text-Wortgerüst Zusammenfassung Wiedergabe |
Verstehensfragen Textauslegung Stellungnahme Vergleich Pro/Contra usw. |
Bearbeitung von Zusatztext(en) Eigentext(e) anfertigen |
Weblinks
Bibliographie
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